Menschlichkeit und Vorurteile

Im hellen Schein der Winternacht,
hat sich das Christkind aufgemacht.
Mit Krönchen, golden, strahlend fein,
soll’s heute bei den Kindern sein.

Ein Engel schwebt im Sternenlicht,
der andre weicht dem Christkind nicht.
Er steht ganz treu an seiner Seit’
und gibt ihm Schutz und Sicherheit.

Denn dieses Jahr – so war’s nunmal –
sitzt’s Christkind in dem Rollstuhl, schmal.
Das Bein verletzt, doch voller Mut:
„Gemeinsam wird das alles gut!“

Da kommt ’ne Frau, vom Leben schwer,
ihr Mantel alt, die Tasche leer.
Sie hält voll Pfand die Plastiktüt’,
ihr Blick ist müde – doch voll Güt’.

Sie sieht das Christkind still und klein
und denkt: Vielleicht kann ich ja sein
ein Mensch, der hilft, wann’s nötig ist,
auch wenn man mich sonst oft vergisst.

„Darf ich euch helfen?“ fragt sie sacht,
und plötzlich wird die Welt ganz sacht.
Der Engel nickt, das Christkind lacht –
so warm, wie’s kaum ein Feuer macht.

Die Frau, sie schiebt mit Herz und Hand
den Stuhl durchs stille Winterland.
Sie denkt: Wie schön, gebraucht zu sein.
Und plötzlich fühlt sie sich nicht klein.

Dann, bei den Kindern, hell vor Glück,
schenkt’s Christkind ihr ein Stück für Stück
sein Herz aus Licht – so rund, so klar,
wie’s nie ein Zauber vorher war.

Es schwebt zur Frau, wird warm und weit,
verjagt die Angst, die Einsamkeit.
Und in der Brust – oh Wunderpracht! –
hat dieses Herz ein Licht entfacht.

„Nun leuchtest du,“ spricht’s Kind ganz leis,
„bist warm und mutig, stark wie Eis,
das schmilzt, sobald ein Herz es sieht,
das voller Güte mit dir geht.“

Und seitdem weiß ein jedes Kind:
Wer hilft, wer liebt, wer gut gesinnt,
der trägt – ob groß, ob arm, allein –
ein Herz aus Licht in sich hinein.

Alexander Bieseke (KI-unterstützt)

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