pro barrierefrei e.V. sieht späten, aber wichtigen Schritt
Bad Driburg. Die Stadt Bad Driburg hat eine Bürgerbeteiligung zum Thema Bordsteinabsenkungen gestartet und dazu ein digitales Meldetool auf ihrer Internetseite eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können bis Mitte Mai Stellen im Stadtgebiet melden, an denen Bordsteinabsenkungen fehlen oder vorhandene Absenkungen nicht barrierefrei nutzbar sind. Die eingehenden Hinweise sollen anschließend ausgewertet und – im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel – schrittweise umgesetzt werden.
Der Verein pro barrierefrei e.V. begrüßt diesen Schritt grundsätzlich. Gleichzeitig weist die gemeinnützige Selbsthilfegruppe darauf hin, dass sie seit vielen Jahren auf die Bedeutung von Bordsteinabsenkungen für eine barrierearme Mobilität aufmerksam macht.
Immer wieder habe der Verein das Thema bei Informationsveranstaltungen, Fußverkehrschecks und an Infoständen angesprochen und auf konkrete Problemstellen im Stadtgebiet hingewiesen. Aus Sicht des Vereins bestand daher nie ein Erkenntnisproblem. „Die Herausforderungen waren seit langem bekannt – vielmehr gab es über Jahre ein Umsetzungsproblem“, heißt es aus dem Umfeld des Vereins.
Umso mehr sieht pro barrierefrei e.V. in der nun gestarteten Bürgerbeteiligung auch eine Bestätigung dafür, dass sich beharrliches Engagement auszahlen kann. Die kontinuierliche Arbeit der Selbsthilfegruppe habe dazu beigetragen, das Thema Barrierefreiheit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Von funktionierenden Bordsteinabsenkungen profitieren viele Menschen im Alltag: Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer, Familien mit Kinderwagen sowie Fußgängerinnen und Fußgänger mit Einkaufstrolleys. Sie alle sind auf sichere und gut nutzbare Querungen angewiesen.
Der Verein ruft deshalb dazu auf, sich an der Bürgerbeteiligung zu beteiligen und bestehende Barrieren zu melden. Gleichzeitig betont pro barrierefrei e.V., dass entscheidend sein werde, ob den Meldungen auch konkrete Maßnahmen folgen. Ziel müsse es sein, den öffentlichen Raum in Bad Driburg Schritt für Schritt tatsächlich barriereärmer zu gestalten.

Titelbild: Stadt Bad Driburg