ErFAHRungen in Düsseldorf gesammelt
Düsseldorf (ag) Am 20. September besuchte die Selbsthilfegruppe pro barrierefrei e. V. die REHACARE, eine Messe für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege. Schon die Fahrt nach Düsseldorf war problematisch, da die Züge sich verspäteten oder von einem anderen Gleis abfuhren. Auch die Mobilitätshilfe, die angemeldet war, wurde gänzlich vermisst. Des Weiteren erwies sich die Stadtbahn in Düsseldorf als nicht komplett barrierefrei. Da war die Erfahrung von Alexander Bieseke sehr hilfreich. Während am Hauptbahnhof und bei der Messe die Bahnsteige eine ähnliche Höhe haben, muss an einigen Stellen die Straßenbahn über Stufen verlassen werden, was jedoch kaum kommuniziert wird. Für Rollstuhlfahrer kann dieses schlimme Folgen haben, wenn sie unwissend die Stufen hinabstürzen.
Nachdem Infomaterial besorgt und die reservierten Mobilitätshilfen abgeholt wurden, ging es zu den Messeständen. Zu Beginn und am Ende beeindruckten die Angebote des Behindertensportes. Überraschend war, wie viel heute möglich ist. In Halle 6 viel vor allem der große Stand der Landesregierung von NRW auf. Dort bedankte sich der Schriftführer der Selbsthilfegruppe, Andreas Gerold, mit einem selbstsignierten Pixibuch mit seinen Gedichten und Karikaturen von Phil Hubbe für dessen Förderung durch den Inklusionsscheck. Auch viele weitere Verbände wie der VdK waren dort zu finden.
In der Halle 4 beeindruckte dann bei einer Vorführung und auf dem Stand ein Bett mit dem Unterbau eines Elektromobiles. Diese Eigenentwicklung ermöglicht es bettlägerigen Menschen, am Leben teilzunehmen, so wie es Rollstühle für gehbehinderte Menschen tun. So sind diese Menschen nicht immer in ihrem Haus „eingesperrt“. Aber auch kleine Hilfsmittel wie Stöcke oder große Hilfen wie Rampen und Treppenlifte waren dort vielfach zu sehen. Eine hilfreiche Inspiration lieferte auch ein Stand, in dem barrierefreier Urlaub an der niederländichen Küste angeboten wurde.
Geprägt war das Tagesende auch vom Verkauf von Elektromobilen, den pro barrierefrei e. V. nutzte. So konnte Andreas Gerold erneut die Erfahrung mit einem solchen Gefährt machen. Den vielen hilfreichen Personen insbesondere auf der Rückfahrt sei hier noch mal gedankt. Die Rückfahrt verlief jedoch auch nicht für alle reibungslos. Einige Besucher, die eher abgereist waren, hatten mit Verspätungen zu kämpfen.
Weitere Informationen unter www.probarrierefrei.de oder telefonisch unter 015112483764.

