3. Weltgipfel für Menschen mit Behinderung: Gemeinsam für eine inklusive Zukunft
Alexander Bieseke
Berlin/Bad Driburg. Heute und morgen findet in Berlin der 3. Weltgipfel für Menschen mit Behinderung statt. Mehr als 3.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen und Zivilgesellschaften nehmen teil, um konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung zu diskutieren und umzusetzen. Eröffnet wird der Gipfel von Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz und Jordaniens König Abdullah II.
Ein globales Ziel: Inklusion voranbringen
Die geschäftsführende Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) betont: „Mit dem Weltgipfel wollen wir nicht nur in Berlin Inklusion voranbringen, sondern auch konkrete Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen weltweit anstoßen.“ Der Gipfel zielt darauf ab, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weiter zu fördern. Diese trat vor 17 Jahren in Kraft und fordert, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Herausforderungen und Chancen
In Deutschland leben fast 8 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung – das entspricht 9,3 Prozent der Bevölkerung. Weltweit sind es rund 1,3 Milliarden Menschen. Trotz Fortschritten in vielen Bereichen gibt es weiterhin erhebliche Barrieren, sowohl im öffentlichen Raum als auch in Bildung, Arbeitsmarkt und Gesundheitsversorgung. Auch hier in Bad Driburg liegt noch einiges im Argen. Unsere gemeinnützige Selbsthilfegruppe berichtet regelmäßig über Felplanungen, mangelnde Umsetzung von Inklusion siehe Driburg-Therme, fehlende Sonderparkplätze in der Oberstadt mit der neuen Moorerlebniswelt, fehlende Absenkungen von Bordsteinen siehe Schulstraße usw.. Auch die Diskussionen von sogenannten Werkstätten mit ihren Beschäftigten und deren menschenrechtswidriger Entlohnung ist gerade aktuell.
„Es gibt noch viel zu tun, um eine vollständig inklusive Gesellschaft zu erreichen“, so ein Sprecher der Veranstalter. „Realistische Ziele und konkrete Maßnahmen sind entscheidend, um nachhaltige Verbesserungen zu gewährleisten.“
Gemeinsam für eine bessere Zukunft
Der Weltgipfel bietet eine Plattform für den Austausch bewährter Praktiken, die Vorstellung innovativer Lösungen und die Stärkung internationaler Zusammenarbeit. In den kommenden zwei Tagen werden Maßnahmen diskutiert, die die Inklusion in Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe weltweit verbessern sollen.